Grundschule

Verlässliche Beziehungen und Strukturen schaffen

Die Tagessonderschule der Sonnhalde Gempen bietet Kindern während der obligatorischen Schulzeit einen Lern-, Erfahrungs- und Lebensort an dem sie ihre Persönlichkeit nach den individuellen Möglichkeiten im besten Sinne entwickeln und dadurch einen Platz in der Gesellschaft einnehmen können. Das Angebot unserer Tagesonderschule richtet sich hauptsächlich an Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten: Autismus – Spektrum, Wahrnehmungsverarbeitungsstörungen, ADHS, Bindungsstörungen und Traumata stehen im Vordergrund.

Christine Furrer
Schulleitung
Telefon: 079 571 61 98
E-Mail: cfurrer@sonnhalde.ch

Lehrplan

Grundlage unseres Unterrichts bilden der Waldorflehrplan und der Lehrplan des Kantons Solothurn. Ein vielfältiges handwerkliches und künstlerisches Angebot neben dem üblichen Fächerkanon unterstützt die Entwicklung lebenspraktischer Fähigkeiten und die Entfaltung des kreativen Potentials. Tages, Wochen und Jahresläufe werden bewusst gestaltet und helfen mit Lebenssicherheit zu schaffen. Viele Fächer werden vertieft in sogenannten Epochen unterrichtet. Anstatt in wöchentlichen Stundenplanstunden arbeiten wir in einer festgelegten Zeit, dem Hauptunterricht, in Blöcken von mehren Wochen.

Methodik und Didaktik

Im Kindergarten und in der Grundschulzeit, während Zyklus 1 und 2, besuchen die Schülerinnen und Schüler Altersklassen. Die Kinder bleiben möglichst über die ganze Primarschulzeit in derselben Klassen. Es entstehen so kleine „mitwachsende“ Lebensgemeinschaften, welche einen intimen Umkreis für die Reifung und Entfaltung der sozialen und personalen Kompetenzen bieten. Die über die ganze Primarschulzeit konstante Begleitung von Klassenlehrperson und Sozialpädagogen in diesen Klassen ermöglicht langjährige, stabile pädagogisch-therapeutische Beziehungen. Innerhalb der Klassen differenzieren die Lehrpersonen den Unterricht entsprechend den drei Perspektiven: Lebensalter, Entwicklungsalter und besondere Bedürfnisse.

Die Ziele der Grundbildung im Sinne der kantonalen Vorgaben sind nicht für alle unsere Schülerinnen und Schüler gleichermassen erreichbar. Um den Entwicklungsstand des Kindes einzuschätzen, dient uns die individuelle Förderplanung nach Lehrplan 21 und seiner Anwendung für Kinder mit komplexen Behinderungen. Eltern, Lehrpersonen und Therapeuten definieren darin gemeinsam schulische Förderziele für die nächsten Entwicklungsschritte. Die gemeinsame Arbeit an den Förderzielen in allen Lebensbereichen steht dabei stets im Vordergrund. Zur Unterstützung steht beratend eine Heimärztin oder ein Heimarzt zur Seite.